26. Mai 2020
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Hybrid-Workshops! Der Sprung ins kalte Wasser – wie schnell können neue Formate ihren Weg finden?

Auch wenn Ausgangssperren gelockert werden, es an sonnigen Tagen in den Parks aussieht, als wäre nie etwas passiert, ist das Arbeitsleben immer noch stark reduziert. Viele arbeiten im Homeoffice! In Schulen, Büros, Geschäften, Produktionsstandorten gelten Abstandsregelungen, Maskenpflicht, Hygienemaßnahmen, Begrenzung der Personenanzahl im internen wie auch externen Raum. All das fordert von Führungskräften, Mitarbeitern, Lehrern, Beratern, Trainern viel Flexibilität, Kreativität, digitales Know-how und vor allem neue Formate. Da reicht es nicht, Moderations-Stifte zu desinfizieren und die eigene Trinkflasche mitzubringen!

Es geht mehr denn je darum, spannende, wirkungsvolle Konzepte zu erproben. Wir vermuten, dass „New normal of collaboration” nicht heißt:

  • Zurück zu alten, früheren Formaten
  • oder mehr Blended Learning (sequenziell)
  • oder alle Inhalte und Themen nur online
  • Sondern: hybrid collaboration – hybrid learning – hybrid meetings (on- und offline parallel)

Gerade jetzt ist es wichtig, Prototypen hybrider Zusammenarbeit zu entwickeln, kontrollierte Experimente durchzuführen und in die neue Arbeitswelt zu implementieren und das volle Potential der gegenwärtigen Situation kreativ und verantwortungsvoll zu entfalten.

Hier unsere ersten Experimente:

Ein mehrtägiges Hybrid-Seminar … und last but not least eine online Aufstellung mit virtuellen Repräsentanten. Voilá!

Auch wenn Ausgangssperren gelockert werden, es an sonnigen Tagen in den Parks aussieht, als wäre nie etwas passiert, ist das Arbeitsleben immer noch stark reduziert. Viele arbeiten im Homeoffice, und in Schulen, Büros, Geschäften, Produktionsstandorten gelten Abstandsregelungen, Maskenpflicht, Hygienemaßnahmen, Begrenzung der Personenanzahl im internen wie auch externen Raum. All das fordert von Führungskräften, Mitarbeitern, Lehrern, Beratern, Trainern viel Flexibilität, Kreativität, digitales Know-how und vor allem neue Formate. Da reicht es nicht, Moderations-Stifte zu desinfizieren und die eigene Trinkflasche mitzubringen!

Agile Coaching Ausbildung in der Königsdiziplin: Hybrid! – Der Sprung ins kalte Wasser!

Ein Seminar in den vergangenen Tagen hat gezeigt, dass es hybrid als Format hervorragend   funktioniert und dass wir on- und offline Veranstaltungen sehr gut moderieren können. Einige Teilnehmer waren vor Ort, in einem großen, gut gelüfteten Seminarraum (dies könnte natürlich auch ein Klassenzimmer sein) und eine zweite Gruppe im Zoom-Raum. Und dies Dank hochprofessioneller Trainer, die sich wunderbar ergänzen – und wie die Teilnehmenden –  unterstützen, technisch versiert sind und sich auf Experimente einlassen.

Was bedeutet arbeiten an beiden Orten gleichzeitig? Vor Ort und online?

Abstandsregelungen, Stühle im offenen Sesselkreis mit mind. 1,5 m Entfernung, Desinfektion der Armlehnen, niemand darf den Sitzplatz wechseln. Alle Stifte sind keim- und virenfrei und dürfen nicht weitergegeben werden, ähnlich das Handmikrophon einschl. Kamera. Diese Technik ist wichtig, um die Kommunikation zwischen den on- und offline Teilnehmern sicherzustellen. In den offline Gruppenarbeiten muss ja auf jeden Fall der Mindestabstand eingehalten und die Kamera und das Mikro so eingestellt werden, dass online alles gut zu lesen und vor allem auch zu hören ist. Keine leichte Aufgabe! Diesmal wurde es mit einem Smart-Phone gelöst.

Pausen-Snacks werden portioniert, nur das Hotelpersonal darf Getränke ausschenken und Essen ausgeben. Besteck ähnlich wie Stifte dürfen nur einmal von ein und derselben Person berührt werden. Anspannung und Stress ist zu spüren, was passiert, wenn etwas schiefläuft?

Parallel dazu verpflegt sich die online Gruppe zu Hause und tauscht sich im Zoom-Meeting aus. Break-out Sessions – auch durchmischt mit den Teilnehmern vor Ort, beleben die Szenerie. Die Arbeitswelt aus dem Seminarraum mit Flipcharts, Pinnwänden, Handouts, Post-Its wird online gespiegelt. Ein gemeinsamer Film-Abend wurde veranstaltet, eine gemeinsame Reflexion fand am nächsten Morgen im Hybrid-Raum statt. Alle haben so immer denselben Wissensstand!

Drei Tage Hybrid-Workshop für eine Agile Coaching Ausbildung: ein großartiges Erlebnis! Ja, es funktioniert und wird uns ganz sicher auch in Zukunft begleiten. Präsenz-Formate, heute schon in die virtuelle Welt übertragen und gleichzeitig in beiden Welten gelebt! Voila! Welcome new learnings!

Und was passiert nun online in der Aufstellungswelt? Virtuelle Repräsentanten im digitalen Raum?

„Bei Aufstellungen im morphogenetischen Feld basiert die Komplexität der Heilung des Systems auf der klärenden Veränderung im Feld. Jedes System – sei es im privaten wie auch im beruflichen Kontext – baut ein eigenes Spannungsfeld auf, und dieses Feld speichert alle Ereignisse des Systems“ (Quelle: Fengshuimeisterei, Berlin). Soweit die Theorie. Und die Praxis in „Corona-Zeiten“?

Im ersten Schritt gibt es eine virtuelle Auftragsklärung mit der Aufstellungsleitung und dem Fallbringer. Es werden Repräsentanten eingeladen, in ihren eigenen Räumen per Smart-Phone oder Laptop in die erforderlichen Rollen zu schlüpfen. Soweit das Vorab!

Im Setting selbst – hier waren nun alle Teilnehmenden in der digitalen Welt – visualisiert der Fallbringer seine Ausgangssituation – durch ein Bild, durch Metaphern, um möglichst viele Bilder auch in den Köpfen der Teilnehmer entstehen zu lassen  – und legt gemeinsam mit der Aufstellungsleitung die Rollen für die Repräsentanten fest, die sich nun in der virtuellen Welt für alle sichtbar über ihre Kameras in ihren eigenen Räumen bewegen. Alle sind über den Bildschirm im Zoom-Raum verbunden. Kann sich auch hier das Feld aufbauen? Besteht die generative Verbindung im digitalen Raum? Was kann erlebt, gespürt, rückgemeldet werden? Und wie kann das neue System, das Zukunftsbild entwickelt werden, wenn die Teilnehmenden tausend Kilometer voneinander entfernt sind? Virtuelle Berührungen, Befähigungen, Abgrenzungen, Veränderungen, ist das überhaupt möglich? Ja, denn ein neues, Zielbild entsteht durch die Repräsentanten auch im digitalen Raum, wird verinnerlicht und kann – ähnlich wie bei einer echten Begegnung – gezeichnet und weiterentwickelt werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Fallbringer arbeitet in dem eigenen geschützten Umfeld und kommuniziert mit den Repräsentanten auf Augenhöhe. Während des gesamten Prozesses ist die Aufstellungsleitung präsent und kann begleiten, unterstützen, Interventionen anbieten. Alle Beteiligten bewegen sich in selbst gewählten Settings, generieren virtuell gemeinsam das morphogenetische Feld, aus dem das neue System entwickelt werden kann. Weiters: es braucht keine Reisekosten, keine Raummiete, keine Buchung externer Repräsentanten. Was es zusätzlich zum Präsenz-Setting braucht, ist lediglich der/die Host für den digitalen Raum.

Kann dieses Format – evtl. auch in Hybrid – mit Teilnehmenden aus der Organisation vor Ort und virtuellen Repräsentanten im digitalen Raum die Türen für ein Experiment in Unternehmen öffnen? Wir glauben: JA! Auf jeden Fall! Wenn nicht jetzt, wann dann?!

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